Bäckerei Speck
Neudorfstrasse 3
5727 Oberkulm
Telefon 062 776 10 59
Fax 062 776 38 45
Email

Öffnungszeiten
Di - Fr 07:00 - 18:00 Uhr
Sa 07:00 - 15:00 Uhr
So 09:00 - 13:00 Uhr




 

Firmengeschichte

Seit über 150 Jahren bäckt die Familie Speck in Oberkulm. Im Jahre 2002 haben wir (Sandra und Markus Speck), in der 6. Generation, den Betrieb aus den Händen unserer Eltern übernommen. Bis 2010 führten wir die Bäckerei mit integriertem Dorfladen.

Im Novemeber 2010 haben wir die Lebensmittelabteilung bis auf einige Spezialitäten aufgegeben und haben uns mit der Eröffnung des Cafés einen langersehnten Wunsch erfüllt. Mit dem rund 30 Sitzplätze bietenden Café konnten wir eine eindeutige Lücke im Oberkulmer Gastronomieangebot schliessen.

Die 5. Generation
Christian Speck-Peter 1937-2005
Im Jahre 1961 konnte Christian Speck, zusammen mit seiner Frau Susi, die Bäckerei mietweise übernehmen, nachdem die Backstube modernisiert und kurz darauf der Laden umgebaut waren. Der Landwirtschaftsbetreib wurde seinem Bruder Peter übertragen. Von 1961 bis 1970 wohnten alle, Bauern- und Bäckerfamilien, mit den Eltern gemeinsam im Stammhaus. 1970 konnte im neuerbauten Kulmerhof eine zeitgemässe Bäckerei-Konditorei mit angegliederter Lebens-mittelabteilung bezogen werden.

Zusammen mit den Kindern, Brigitte, Regula und Markus übersiedelte die Familie in den Kulmerhof. Eltern und Schwiegereltern zogen ebenso in den Kulmerhof und unterstützten tatkräftig, sei es bei der Pflege der Liegenschaft, oder bei der Mithilfe in Backstube und Laden. Mit der Eröffnung des Kulmerhofes begann die Familie mit der Ausbildung von Lehrtöchter und Lehrlingen in Backtube und Verkauf.

Geschichte Geschichte
Bilder: Christian und Susi Speck-Peter und rechts der Kulmerhof

1978 Bau der Minigolfanlage, eines Nebenbetriebes, der der Familie viel Freude bereitete dank hingebungsvoller Pflege durch den Schwiegervater Viktor Peter. 1979 Teilweise Umgestaltung des Ladens und Neubeginn im Lebensmittelsektor als Monamigo-Betrieb. 1980 Kauf des Gasthofes Rössli, gemeinsam mit J.U. Schneeberger. 1983 Anbau an den Kulmerhof für die Agentur der Bank in Menziken.

Die 4. Generation
Hans Speck-Woodtli 1896-1977
Mit 21 Jahren musste Hans Speck das landwirtschaftliche Heimwesen und die Bäckerei bereits übernehmen. In den ersten Jahren mit Unterstützung seiner beiden Schwestern, dann zusammen mit seiner Frau Leni, geborene Woodtli. Nach einer Lehre als Konditor in Genf besuchte er die Landwirtschaftliche Schule in Brugg. Während 50 Jahren widmete er sich dann mit grosser Hingabe der Förderung der Rassenviehzucht und fand damit in Berufskreisen hohe Anerkennung. Er war Zuchtbuchführer, Experte und langjähriger Präsident des Aargauischen Fleckviehzuchtverbandes. Mit Hilfe der Familie betreib er bis zur Gründung der Landwirtschaftlichen Genossenschaft einen regen Handel mit Futtermitteln. Hauptträgerin von Backstube und Laden war zu dieser Zeit Mutter Speck zusammen mit den Kindern Susanne, Hans und Elisabeth. Neben Haushalt und Feldarbeiten führte sie, zusammen mit den fünf Kindern (Susanne / Hans/ Elisabeth/ Christian/ Peter), Backstube und Laden.

Geschichte
Bild: Hans Speck-Woodtli mit Frau Leni und auf dem Bock Sohn Hans,neben ihm Tochter Susanne

Bertha verheiratete sich mit Gotthold Gautschi, Lehrer, bekannter Lokalhistoriker und Verfasser unserer Familiengeschichte. Anni verheiratete sich mit Ferdi Allemann, damals Käsermeister in Oberkulm. Die Liebe zum Bäckerhandwerk blieb ihr. So liess sie, nachdem die Familie in Küssnacht am Rigi Wohnsitz genommen hatte, eine Knetmaschine mit Zubehör einrichten, um Familie und Betrieb mit Oberkulmer Brot zu versorgen.

Hans betrieb in Worben bei Biel eine Bäckerei bis zu seinem frühen Tod. Susanne war ihrem Mann, Hans Berner, tatkräftige Hilfe in ihrer vor allem für Praliné- Spezialitäten bekannten Konditorei in Zürich. Landwirtschaft und Bäckerei nebeneinander ergaben Situationen, die heute nicht mehr denkbar wären. Zweimal im Jahr, bei der "Bure-Metzgete", wurde die Backstuben zur Metzgerei! Im zweiten Weltkrieg, mit den Abwesenheiten des Vaters wegen Aktivdienst, machte unsere Mutter "ihre Bäckerlehre".

Die 3. Generation
Hans Speck-Steiner 1860-1917
In seiner Generation wurde der Landwirtschaftsbetrieb geteilt mit dem Bruder Friedrich. Hans führte zusätzlich die Bäckerei weiter. Er absolvierte als erster eine Bäckerlehre. In jungen Jahren war er ein begeisterter Nationalturner. Hans galt als äusserst liebenswürdiger Mensch. Es wurde ihm das Amt des Bezirksrichters übertragen, und während 4 Jahren war er Präsident der Schulpflege Oberkulm. Allzufrüh wurde er im Alter von 57 Jahren abberufen. Obere Abbildung, nächste Seite:. Anni mit ihrer Schwester Bertha halfen ihrem Bruder in den ersten Jahren nach dem frühen Tod des Vaters in Backstube und Laden tatkräftig mit.

Geschichte
Bild: Hans Speck-Steiner am Ofen mit Sohn Hans und Tochter Anni

Die 2. Generation
Rudolf Speck-Bertschi 1828-1891
Auf noch erhaltenen Mehl- und Getreidesäcken wurde er als Pfister, damalige Bezeichnung für Bäcker, bezeichnet. Er betrieb neben der Bäckerei ebenfalls schwergewichtig die Landwirtschaft. Mit Fleiss und grosser Hingabe führte er das Werk seines Vaters fort. Insbesondere vergrösserte er den landwirtschaftlichen Besitz durch Erwerb verschiedener Grundstücke.

Mehlsack Rudolf Speck-Bertschi
links Mehlsack, rechts Rudolf Speck-Bertschi

In den siebziger Jahren lässt Hans Speck im Einverständnis mit Wirt Heuberger auf dem Dachfirst des Nachbarhauses Rössli einen Wetterhahn setzen. Damit kann er von der Backstube aus feststellen, ob der Bis- oder Regenwind die Oberhand habe. Diese örtliche meteorologische Zentralanstalt blieb bis auf den heutigen Tag erhalten, auch der Ausblick aus der Backstube, jetzt aber auf die Rückseite des Rösslis..

Die 1. Generation
Johann Rudolf Speck-Grieder 1805-1885
Sohn des Jakob Speck aus Leimbach war Lehensmüller in Schöftland, kam von dort in die Heimatgemeinde um als erster in der Familie das Bäckerhandwerk einzuführen. Er kaufte im Jahre 1835 von der Gemeinde das Dorfwirtshaus Rössli und richtete darin eine Bäckerei ein, welche er im Frühjahr 1836 eröffnete. Der Kaufpreis betrug 3300 Pfund. Im Kaufvertrag ist unter anderem die Bedingung enthalten, dass im verkauften Haus auf keinerlei Art Wirtschaft geführt werden dürfe. In diesem Gebäude, auch Junkernhaus genannt, lebten die Familien Speck bis zum Jahre 1970. Rudolf Speck-Grieder stellte sich während mehrerer Jahre als Mitglied des Gemeinderates zur Verfügung.

1830 Bau von Regierungs- und Grossratsgebäude. 1835 Die Klosteraufhebung bahnt sich an. Beginn des Sonderbundskrieges. Aarau entwickelt sich vom bernischen Landstädtchen zum kantonalen Mittelpunkt. In Oberkulm wird des Rössli-Neubau durch die Gemeinde verwirklicht, vor dem seitens des Kantons empfohlenen Bau des Schulhauses.1835 Oberkulm zählt 1706 Einwohner in 6 mit Ziegeln und 139 mit Stroh bedeckten Wohnhäusern. In drei Abteilungen werden 307 Schüler unterrichtet. 1850 Der Schulhaus-Neubau kann bezogen werden mit 300 Schülern, verteilt auf vier Lehrer.

Historisches zum Namen Speck
Zum ersten Mal begegnen wir dem Namen Speck hierzugegend im ältesten, noch vorhandenen Taufrodel der Kirche Kulm (1560-1602). Danach wurden unterm 16. März 1561 ein Sohn Balthasar des Hansz Spek und am 24. August gleichen Jahres ein Sohn Rudolf des Christen Späk getauft. Somit war das Geschlecht hierzulande schon damals mit wenigstens zwei Familien vertreten.

Leider lassen sich deren Nachkommen nicht chronologisch feststellen, da die einschlägigen Tauf-, Ehe- und Totenregister nur lückenhaft erhalten sind. Auch hinsichtlich Beschäftigung und Erwerb dieser ersten Ahnen sind uns keinerlei Angaben überliefert, aber wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme, dass sie sich in ihrer neuen Heimat zur Hauptsache mit Landwirtschaft beschäftigten, wie dies die längst hier ansässigen Bewohner auch taten.

Später wandten sich einzelne von ihnen dem mit der Landwirtschaft eng verbundenen Müllerberuf zu. So finden wir ums Jahr 1750 Jakob Speck (1691- ?) auf der Mühle zu Oberkulm, später dessen Neffen Hans Jakob (1731-1780) als Müller in Rued. Während ihm sein ältester Sohn gleichen Namens (1756-1838) im Beruf nachfolgte, bekleidete dessen jüngerer Bruder Samuel (1759-1823) das wichtige Amt des Oberamtmanns des Bezirks Kulm und nach ihm dessen Sohn Albrecht ( ? - 1848) dasjenige des Amtsschreibers.